Auslandsaufenthalt Neuseeland

Wie finde ich die passende Organisation?

11. Januar 2018

In ungefähr zwei Wochen geht es los, ich fliege nach Neuseeland.
Ich kann es kaum erwarten endlich in den Flieger zu steigen und mein Abenteuer zu beginnen, aber bevor ich jetzt ins Schwärmen gerate, beginne ich von ganz vorne und erzähle euch, wie ich die perfekte Organisation für mich gefunden habe.

Der Wunsch während der Schulzeit ins Ausland zu gehen war kein Gedanke, der mir über Nacht in den Sinn kam. Seit ich ein kleines Kind bin will ich nun ein „Highschooljahr“ machen und jetzt ist es endlich so weit.
Im Winter 2017 fing ich langsam an mich über Organisationen, Länder, Schulsysteme und Möglichkeiten zu informieren. Ich schaute mir also vor allem YouTube-Videos an und recherchierte im Internet, jedoch war ich mir nicht sicher, auf was ich bei Organisationen achten muss und auch bei der Länderwahl war ich mir sehr unschlüssig. Als mir dann Franka ungefähr im September von ihrem Plan erzählte im Sommer 2018 für 10 Monate in die USA zu fliegen, hatte ich im Gegensatz zu ihr immer noch keinen konkreten Plan, was mich sofort ein bisschen nervös machte, da ich das Gefühl hatte extrem spät dran zu sein, obwohl ich bis dato immer dachte, ich habe noch sehr viel Zeit.
Jedenfalls tauschte ich mich dann mit ihr aus und aufgrund ihrer Freundin, die schon ein Jahr zuvor ein Jahr in den USA war und ihr einige Tipps geben konnte, empfahl sie mir einige Organisationen. Soviel zu der kleinen Vorgeschichte. Im Folgenden werde ich euch nun Schritt-für-Schritt auflisten, wie es weiter ging.

1. JUBI-Messe
Schon bevor mir Franka von ihren Plänen erzählte, hatten meine Mom und ich beschlossen auf die Messe zu gehen.
Für alle die nicht wissen was eine JUBI-Messe ist: Im Grunde findet ihr dort einfach Stände von Organisationen, die Auslandsaufenthalte anbieten, egal ob Work-and-Travel, Highschooljahr oder Au-pair, dort könnt ihr euch auf jeden Fall schon einiges an Informationsmaterial besorgen und euch informieren.
Empfehlen würde ich dies wirklich jedem, der mit dem Gedanken spielt etwas in die Richtung machen.
Ihr könnt natürlich auch auf eine andere Messe gehen, auf der ihr Organisationen antrefft, es gibt nicht nur die JUBI-Messe. Informiert euch einfach mal im Internet.
Ich hatte also die Liste der Organisationen, die Franka mit empfohlen hatte dabei und besorgte mir reichlich Informationsmaterial.

2. Aussortieren:
Zuhause sah ich mir dann alles durch und sortierte schon mal aus.
Eine genaue Liste an No-Go’s hatte ich dabei nicht. Ich sortierte einfach nach Kosten und Gefühl aus.

3. Direktorgespräch:
Ich sprach mit der Direktorin meiner Schule und fragte sie nach ihrer Meinung und Tipps.
Da ich nicht die/der erste Schüler/-in von unserer Schule bin, die ins Ausland möchte, hat sie schon Erfahrungen gesammelt und konnte mir gut weiter helfen.
Sie beleuchtete natürlich auch alles in Hinsicht auf meine schulische Laufbahn und legte mir vor allem England und Neuseeland ans Herz, von deren Schulsystem sie sehr angetan war und auch nur gute Erfahrungen gemacht hatte.

4. Recherchieren über die Länder:
Nachdem ich nur Gutes über Neuseeland gehört und nach meinen Recherchen im Internet davon überzeugt war, dass es sich nicht nur „kleines langweiliges Kaff“ handelt, begann ich mich wirklich in Neuseeland zu verlieben. Folglich entschied ich mich letztendlich für Neuseeland und hatte bis heute noch keine Zweifel daran.
Wenn ihr euch bis zu hierhin noch nicht sicher seid in welches Land es gehen soll, ist das kein Problem. Informiert euch einfach im Internet. Selbst wenn ihr euch nach euren Recherchen noch nicht schlüssig seid, ist das kein Problem. Ihr könnt euch meist auch direkt bei den Organisationen informieren und helfen lassen.
Habt ihr euch schon für ein Land entschieden, solltet ihr natürlich die Kataloge erneut durchsehen und die Organisationen, welche nicht euer Wunschland anbieten aussortieren.

5. Kontakt mit den Organisationen aufnehmen:
Ich rief also bei meinen bevorzugten Organisationen an und stellte meine Fragen.
Hier könnt ihr wirklich alles fragen. Bei mir waren wirklich alle Mitarbeiter sehr nett und haben mir gut weitergeholfen.
Habt ihr nach dieser Kontaktaufnahme ein gutes Gefühl, könnt ihr euch für ein Beratungsgespräch anmelden. Meist läuft dies so ab, dass ihr das im Prospekt enthaltene oder auch online verfügbare Formular für das Beratungsgespräch ausfüllen müsst und ihr dann mit einem Mitarbeiter einen Termin vereinbaren könnt. Diese Formulare sind komplett kostenlos und unverbindlich. Wie man ein Beratungsgespräch vereinbaren kann, ist jedoch von der Organisation abhängig. Bei meiner Organisation war beispielsweise kein Formular oder ähnliches notwendig. Ich rief bei der entsprechenden Nummer an und vereinbarte einen Termin mit der zuständigen Mitarbeiterin.
Lest dies also am besten in der Broschüre oder im Internet nach.

6. Beratungsgespräch:
Ich hatte bei zwei Organisationen ein Beratungsgespräch vereinbart. Zunächst müsst ihr wissen, dass dieses Gespräch entweder bei einem zuhause stattfindet, in einem Büro in eurer Nähe oder auch über Skype.
Die erste Organisation hätte normal das Gespräch zuhause durchgeführt, allerdings war die zuständige Mitarbeiterin zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause, also skypeten ich und meine Mutter mit einem anderen Mitarbeiter der Organisation.
Wir hatten zunächst ein sehr gutes Gefühl, allerdings hatten wir nach einem weiteren Gespräch mit der Direktorin das Gefühl, dass wir nicht wirklich auf die wesentlichen Dinge geachtet hatten. Sie empfahl uns „study nelson“, eine kleine Organisation, mit der schon einige aus meiner Schule nach Neuseeland geflogen sind und deren Gründerin die Direktorin kennt.
Wir vereinbarten also auch mit „study nelson“ ein Treffen, bei dem eine Mitarbeiterin von „study nelson“ und ihre Tochter, welche ebenfalls meine Schule besucht und vor einigen Jahr in Neuseeland mit genau dieser Organisation war, zu uns kamen und uns allgemeine Informationen über Neuseeland gaben und uns die verschiedenen Programme erläuterten. Die Tochter erzählte uns des Weiteren einiges von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, aber auch Problemen. Wir hatten das Gefühl, dass das Gespräch „seriöser“ ablief, unsere Bedenken ernstgenommen und verstanden wurden und insgesamt waren wir sehr zufrieden. Dass wir sogar wenige Tage später ein weiteres Telefongespräch mit der Chefin persönlich führen konnten, war ein weiterer Pluspunkt. Alles in allem fühlten wir uns sehr wohl.

Genau das ist, denke ich, wichtig. Ihr solltet euch wohl fühlen, aber ihr solltet nicht nur nach Sympathie entscheiden, sondern euch wirklich überlegen, was euch wichtig ist und am besten ist es eine Organisation zu wählen mit der Leute, die ihr kennt gute Erfahrungen gemacht haben.

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply