Auslandsaufenthalt Neuseeland

Update #2 Orientationdays und erster Tag in der Gastfamilie

27. Januar 2018

Der erste Tag in der Gastfamilie ist vorbei.
Während ich diesen Beitrag schreibe, liege ich noch im Bett und genieße meinen ersten Samstagmorgen in Neuseeland. Bei uns ist gerade 7:36 Uhr am 27.01.18.
Die ersten vier Tage in Neuseeland sind an mir vorbei gezogen wie im Flug. Die ersten 3 Tage habe ich wie im letzten Beitrag angeschnitten zusammen mit ungefähr 30 anderen Deutschen in der YHA Jugendherberge im Zentrum Wellingtons genächtigt und tagsüber „Touridinge“ unternommen.

24.01:
Am ersten Tag kamen wir erst um 16 Uhr in der Jugendherberge an. Wir waren alle müde und fertig, trotzdem haben wir uns zusammengerissen und sind nach dem Essen an den Strand gelaufen und haben den „flair“ Wellingtons und die leichte Brise vom Meer genossen.
Wellington hat mich wirklich komplett „umgehauen“. Die Vielseitigkeit dieser Stadt ist meiner Meinung nach umwerfend. Als wir vom Flughafen zum YHA fuhren, zogen die kleinen, gepflegten Häuser, die sich auf den Bergen rund um die Bucht verteilten an uns vorbei. An den unbesiedelten Teilen der Hänge wuchsen Bäume und direkt gegenüber lag das Meer. Schaut man zum Wasser, Richtung Stadt, kann man auch schon die „skyscraper“ der Innenstadt erkennen.
Mit nur einem Blick sieht man kleine Häuser, Wald, Meer und riesige Wolkenkratzer.

25.01:
An diesem Tag stand dann eine Art „Einführung“ auf dem Plan. Wir liefen zusammen zu einem gemieteten kleinen Haus und besprachen dort Details zum ersten Schultag, dem Alltag in der Gastfamilie und noch einigen andere Dingen. Gegen Nachmittag machten wir eine Art “Cityrally”, bei der wir mit Hilfe von Passanten und Erforschen der Stadt einen Fragebogen ausfüllen mussten. Nachdem wir dies erledigt hatten, machten wir es uns erneut am Strand gemütlich und schwammen sogar ein bisschen, obwohl es momentan in der Bucht sehr, sehr viele Fischeier gibt und man das Gefühl hatte, man schwimme eher durch Gelantine als durch Wasser. Etwas in dieser Art hatte ich wirklich nie zuvor erlebt. Lustig war es aber auf jeden Fall.
Abends wurde uns Freizeit eingeräumt, welche ich durch einen kleinen Stadterkundung mit einigen anderen nutzte.

26.01:
Der letzte richtige Tag mit der Gruppe war nochmal sehr ereignisreich und enthielt viele Highlights, aber auch schlechtes Wetter.
Nach dem Frühstück liefen wir zum „Te Papa“-Museum, einem rießigen Museum im Zentrum Wellingtons. Von einer Angestellten des Museums erhielten wir eine Führung durch den „Maori“-Teil des Museums, welche spannende Mythen, Details über die Religion und sogar einige „Maoriwörter“ und Lieder auf „Maorisch“ enthielt. Was uns die „Maori“, die Ureinwohner Neuseelands, welche noch heute eine wichtige Rolle spielen, näher brachte. Ich würde eine Tour durch das „Te Papa“-Museum auf jeden Fall weiterempfehlen.
Nachdem wir uns im Cafe des Museums über Heimweh unterhalten hatten und einen Brief an unser zukünftiges „Ich“ nach dem Auslandsaufenthalt geschrieben hatten, ging es auch schon bald zum Mittagessen in ein kleines indisches Restaurant, wo wir uns mit sehr gutem Essen verwöhnen ließen.
Nachmittags stand Kajakfahren auf dem Plan. Trotz des schlechten Wetters und der Kälte, welche uns durch den Wind in „windy Wellington“ erfasste, hatten wir unglaublich viel Spaß.
Auch an diesem Tag machten wir unseren, nun schon zu einem kleinen Ritual geworden, Spaziergang durch die Stadt.

26.01:
Der Tag war gekommen! Gestern hat mich meine Gastfamilie im YHA nach dem Frühstück abgeholt.
Gespannt und aufgeregt saß ich gegen 9 Uhr in der Lobby und wartete auf Shane, Shari und meine Gastschwester Olivia. Kurze Zeit später kamen die drei und nahmen mich direkt freundlich und offen, wie die Neuseeländer nun mal sind, in den Arm und begrüßten mich.
Sofort verstand ich mich sehr gut mit ihnen, auch wenn es zunächst etwas seltsam war mit einer komplett fremden Familie zu meinem neuen Zuhause zu fahren. In diesem Moment realisierte ich erst, dass ich wirklich mehrere Monate mehrere Tausend Kilometer von meiner Familie, meinen Freunden und meiner gewohnten Umgebung entfernt sein werde.  In dem Moment verließ mich der Mut ein wenig und mich erfasst das erste Mal nach meiner Ankunft in Neuseeland das Heimweh.
Trotzdem war ich hellauf begeistert von meiner Gastfamilie, welche sich wirklich unglaublich bemüht und mich sehr liebevoll in ihre Familie aufgenommen haben. Auch das Haus ist ein wahr gewordener Traum. Es ist 100 Jahre alt, jedoch sehr hingebungsvoll gepflegt und wird umrandet von einem traumhaft schönen Garten mit allen Arten von Gemüse und Obst, einem kleinen Aufstellpool und sogar einem Trampolin.
Das Heimweh blieb trotzdem einige Zeit. Nachdem ich allerdings meine Dinge in meinem Zimmer verstaut hatte, mit meine Gastschwester und ihrer Freundin, welche kurz nach unserer Ankunft vorbei kam, gebacken hatte und im Pool war, einen kurzen „nap“ eingelegt hatte und schließlich mit meinem Gastvater das Abendessen kochte, ging es mir schon wieder besser. Abends aßen wir gemeinsam und schauten einen Film, bis gegen 21:30 Uhr Olivia ins Bett ging und ich mich noch einige Zeit mit meiner Gastmutter Shari unterhielt. Jetzt kann ich sagen, dass ich mich wirklich sehr, sehr wohl fühle und ich meine Gastfamilie schon jetzt ins Herz geschlossen habe. Einen Anfall von Heimweh werde ich wahrscheinlich noch öfter haben, aber ich bin trotz allem glücklich und unglaublich dankbar hier sein zu dürfen.
So und jetzt werde ich mal aufstehen und nachsehen wie ein Morgen in Neuseeland abläuft.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende 

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3 Comments

  • Reply fary 29. Januar 2018 at 21:41

    Ich hab dich ganz doll lieb und ich bin unendlich stolz auf dich was deinen Mit anbetrifft so ein Abenteuer zu wagen, aber auch deine Beiträge sind super geschrieben. Ich vermisse dich trotzdem. Deine Zwillingsschwester

    • Reply Sophia Wallisch 30. Januar 2018 at 06:59

      Ich hab dich lieb, Fary ? miss you, aber du schaffst das auch allein in Deutschland bzw. ohne mich 🙂

  • Reply Birgit Wallisch 4. Februar 2018 at 15:27

    Hallo mein Schatz, ein toller und informativer Beitrag und ich freu mich darauf regelmäßig deine Neuigkeiten lesen zu können. Mach so weiter. Auch wir haben immer wieder einen Anflug von Heimweh nach dir. Mal geht es besser und mal vermissen wir dich ganz doll. Aber genieße die Zeit in vollen Zügen und paß dabei aber gut auf dich auf. Dicken Kuss Deine MAMA

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